Supportivtherapie

Die Behandlung von Krebserkrankungen ist nur dann effizient und sinnvoll, wenn gleichzeitig sogenannte supportive Maßnahmen prophylaktisch und therapeutisch eingesetzt werden.

Die Behandlung von therapiebedingten Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen, ferner die Schmerztherapie bei tumor- oder metastasenbedingten Schmerzen, Ernährungsumstellung und Hilfe bei psychischen und sozialen Problemen stellen eine wichtige Ergänzung zur direkten Behandlung der Tumorerkrankung dar. Zur Supportivtherapie gehört im engeren Sinne auch die gezielte Behandlung einzelner Metastasen.

Die zusätzliche – nicht alternative! – Behandlung mit pflanzlichen Präparaten kann eine Krebstherapie wirksam unterstützen und Nebenwirkungen lindern. Wichtig ist, mit dem behandelnden Arzt den sinnvollen Einsatz solcher komplementären Therapien zu beraten, da auch naturheilkundliche Präparate die Wirkung von Antihormon-, Chemo- oder zielgerichteter Therapie abschwächen bzw. deren Nebenwirkungen verstärken können.

Im fortgeschrittenen Stadium einer Prostataerkrankung stehen für den Patienten häufig Schmerzen im Vordergrund. Sie beeinträchtigen seine Lebensqualität stärker als der Tumor selbst. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist nun die wirksame Schmerzbekämpfung. Mit den heute verfügbaren Medikamenten und Methoden lassen sich Tumorschmerzen in den meisten Fällen gut lindern. Je nach Schweregrad kommen verschiedene Gruppen von Medikamenten zum Einsatz, bei sehr starken Schmerzen auch Morphium. Sie werden in der Regel in Form von Tabletten eingenommen, manche gibt es auch als Pflaster.

Wichtig: Die Schmerzen müssen nicht ertragen werden! Und: Sie müssen mit der Einnahme von Schmerzmitteln nicht warten, bis die Schmerzen auftreten, sondern der Tumorschmerz wird behandelt, bevor er auftritt. Dafür wird der Einnahmerhythmus so festgelegt, dass immer genügend Wirkstoff im Körper vorhanden ist, so dass keine Schmerzen auftreten.