Brachytherapie

Die griechische Silbe "brachy" bedeutet "nahe bei" und bezieht sich bei der Brachytherapie auf die radioaktive Quelle, die möglichst nahe zum Tumor eingesetzt wird.

Bei dieser Therapie werden entweder radioaktive Seed-Implantate dauerhaft eingesetzt oder temporär hoch-radioaktive Nadeln eingebracht.
Bei der permanenten  Seed-Implantation (seed = engl. Saatkorn) wird radioaktives Material in einer Titanummantelung in die Prostata eingesetzt. Das Material setzt bei seinem radioaktiven Zerfall ionisierende Partikel frei, die die Tumorzellen vernichten sollen.
Die beiden gebräuchlichen Radioisotope sind entweder Jod mit einer Halbwertszeit von 2 Monaten oder Palladium mit einer Halbwertszeit von 2 Wochen.
Je kleiner die Prostatadrüse ist, desto weniger Implantate werden gebraucht.
Die Implantation geschieht meist ambulant. Die Implantate werden unter Narkose mit Hohlnadeln durch das Perineum (Raum zwischen Skrotum und Anus) eingeführt.