Hirnzellen beeinflussen Prostata-Tumore

Philippe Mauffrey vom Laboratoire Cancer et Microenvironnementin Paris und Kollegen berichten in der neuen Ausgabe der Zeitschrift Nature über ihre Arbeiten an Prostata-Tumoren.

Sie fanden einen Weg heraus, wie Prostatatumore gefährlicher werden und eher metastasieren. Man wusste bereits, dass neu gebildete Nervenzellen in Prostatatumoren mit einer zunehmenden Aggressivität sowie Metastasierung einhergehen. Nun fanden sie heraus, dass diese Nervenzellen im Prostatakarzinom Proteine enthalten, die für Progenitorenzellen im Gehirn typisch sind. Diese stoßen die Neuronenbildung an.
 Also können solche Progenitorenzellen aus der subventricularen Zone des Gehirns über die Blutbahn insbesondere in Prostatatumore eindringen. Eine erhöhte Dichte dieser Neuroblasten korreliert demnach mit einer zunehmenden Aggressivität der Tumore und einer erhöhten Rezidivrate.

Quelle: Mauffrey, P. et al. (2019): Progenitors from the central nervous system drive neurogenesis in cancer.- Nature, 569: 672-678.