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So funktioniert die Chemotherapie

Wichtiges Element zur Krebsbehandlung
Zu vielen Krebsbehandlungen gehört die Chemotherapie dazu, sie ist neben Operation und Bestrahlung die dritte Waffe gegen Tumore. Viele Menschen haben vor dieser medikamentösen Therapie Angst… die meisten, weil sie nicht wissen, was auf sie zukommt.

Hier das Wichtigste:

Die Medikamente der Chemo heißen Zytostatika. Das sind Zellstopper. Sie hindern die sich schnell entwickelnden Krebszellen daran, dass sie sich weiter unkontrolliert teilen. So soll der Tumor gestoppt oder im besten Fall sogar beseitigt werden. Bei der Chemo werden die Wirkstoffe als Infusion über eine Vene, als Tablette oder Spritze verabreicht. Sie wirken systemisch im ganzen Körper. Über den Blutkreislauf können sie an jede Stelle gelangen und so überall Krebszellen zerstören. 

Zeitpunkt und Ziel der Chemo können aber unterschiedlich sein:
Eine kurative Chemotherapie will alle Krebszellen im Körper zerstören und den Patienten heilen.

Eine adjuvante Chemotherapie wird nach einer Operation als Ausputzer eingesetzt. Falls noch Tumorzellen übrig geblieben sind, sollen diese zerstört werden, damit es nicht zu einem Rückfall (Rezidiv) kommt. 

Eine neoadjuvante Chemo findet dagegen vor einer Operation statt. Durch sie lässt sich der Tumor verkleinern, sodass er besser operiert werden kann. 

Eine palliative Chemo muss nicht heilen. Bei ihr geht es darum, einen Tumor in Schach zu halten. Wichtig: Die Therapie verläuft in Zyklen, zum Beispiel sechs Einheiten alle drei Wochen oder neun Einheiten alle zwei Wochen. Das hängt von der Wirkdauer, der nötigen Erholungszeit und der Gesamtdauer der Behandlung ab. Zwischen den Zyklen wird über Blutbilder kontrolliert, ob und wie der Tumor reagiert.

Eine sehr starke Therapie wie die durch Zytostatika verursacht auch Nebenwirkungen.
Dazu gehören Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Appetitlosigkeit.
Die Haare können ausfallen, die Schleimhaut sich entzünden, Infektionen zunehmen.